NRWision
08.02.2018 - 1 Min.

Meine Meinung: Verbindliche Schulempfehlung in NRW

Aktueller Kommentar aus der NRWision-Programmredaktion

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NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer möchte die verbindliche Schulempfehlung in NRW wieder einführen. Aktuell können Eltern selbst entscheiden, auf welche weiterführende Schule ihr Kind gehen soll - unabhängig von den Empfehlungen der Lehrer. Allerdings ist die Zahl der Schüler, die das Gymnasium nach der sechsten Klasse wieder verlassen, deutlich angestiegen. Meike Sartorius aus der NRWision-Programmredaktion erklärt in ihrem Kommentar, was sie von einer verbindlichen Schulempfehlung hält. Wie stehst Du zu dem Thema? Schreib uns Deine Meinung in die Kommentare unter diesem Video!
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Kommentare:

Toni Freialdenhoven alias Lachyogi Toni
am 14. Februar 2018 um 20:58 Uhr

I also have a dream.- Gerne schließe ich mich den Ausführungen von Anja Schweppe-Rahe an.

In einer guten Kommunikationskultur ist jeder bemüht, alle Betroffenen zu Wort kommen zu lassen. Eltern und Lehrer sowie die Kinder sollten im gemeinsamen Gespräch herausfinden, was das „Beste“ in der jeweiligen Lebensphase ist.

Ebenso ist es meines Erachtens nach wichtig, bei aufkommenden Schwierigkeiten, die gemeinsam gefundenen Entscheidungen aktuell zu überprüfen.

Anja Schweppe-Rahe
am 14. Februar 2018 um 12:47 Uhr

So, jetzt habe ich tatsächlich mal eine Nacht drüber geschlafen.
Weg mit meiner Zurückhaltung (Feigheit? Schüchternheit?), nicht zu kommentieren.

Jede Meinung hat doch mehr als 1 Seite, einen Weg bis dahin genommen - oder?!

Ich verstehe die Befürchtung, Eltern könnten ihre Kinder überfordern oder andere sich nicht genug kümmern, weil ihnen Bildung nicht wichtig sei...

Aber sind das denn nicht schlichtweg klischeehafte Argumente?

...

Mein Lieblingssatz: I have a dream!

Einig sind wir uns doch sicherlich, dass alle irgendwie das Beste für die nächste Generation/für die Zukunft wollen, oder?!

Und wenn die Systeme, die wir bis jetzt hatten, auch noch nicht zum Guten, zur Weiterentwicklung geführt haben, ist doch etwas gehörig schräg!

Und das "Schräge" und Verkorkste kriegen wir nicht beseitigt, in dem wir an dem Starren festhalten!

Nein, ich finde nicht, dass Lehrer alleine entscheiden sollten! Sie sind und sollten nicht diejenigen sein, die unsere Kinder (und meine Enkel, die ja auch bald zur Schule gehen) am besten kennen!

Oft ist genau das Gegenteil der Fall!

Oder anders formuliert: Sie sehen vllt. Auffälligkeiten/Kompetenzen, die in einem starren Schulsystem zu tage treten... - und daran nichts oder nur selten etwas ändern können, weil ihr Auftrag an unseren Kindern und Enkeln ein ganz anderer ist!

Für Eltern gilt das Gleiche! Sie erleben ihre Sprösslinge bis zum Entwicklungsstand X sehr emotional!
Daher sind sie ja auch nicht so ohne Weiteres die besseren Lehrer!

Es muss meines Erachtens ein Mix sein!
Eltern und Lehrer entscheiden mit dem Kind zusammen!

Zugegeben: viele Köche können den Brei schon mal verderben! Aber es sollte doch einen Versuch wert sein!
Und weil diese unterschiedlichen Blickwinkel nicht auf Anhieb zusammen passen, sollte die Bemühung sein, genau das auszuschalten und eine positive Kommunikationskultur zu entwickeln!
Übrigens verbindlich und von Anfang an für alle!

Dazu muss Raum da sein, kontinuierlich miteinander sprechen zu können! Eltern könnten ja auch hospitieren! (Habe ich vor 20 Jahren auch mal gemacht - als Mutter, die in der Klasse ihrer Tochter auf dem Gymi über deren neues System "Freiarbeit" eine Beobachtungsstudie durchführen durfte (und dann in meinem Psychologiestudium darüber eine Hausarbeit verfasste)

Und die Arbeitgeber dieser Eltern sollten auch dafür frei geben müssen, weil sie letzten Endes ja irgendwann in der Firma auch davon profitieren, dass die Sozialkompetenzen aller Seiten wachsen.

Es gibt einfach noch so vieles, das wir nicht machen, weil es (noch) nicht ins System passt! Aber Alleinherrschaft (entweder Eltern oder Lehrer) ist auch keine Lösung!

Persönliches Beispiel:
Als ich vor etwas mehr als 50 Jahren eingeschult wurde und dann die Grundschule verlassen sollte, durften nur die Lehrer entscheiden.
Da ich ein ausgesprochen schüchternes Kind war (mit durchschnittlich guten Noten!!!), entschied die Lehrerin, ich solle zur Hauptschule und aus mir würde sowieso nur ein Straßenkehrer.
Ich kam zur Hauptschule und plötzlich war ich nicht mehr schüchtern und habe den nächsten Schritt selbst erzwungen! Ich wechselte nach der 5. schon mal zur Realschule, machte später mein Fachabitur und bin da gelandet, wo ich heute bin!

Und diesen Weg haben zum Glück meine Eltern immer mitgetragen und mich darin unterstützt, mich immer weiterzuentwickeln, wie ich es wollte und wann ich es wollte!

Anderes Beispiel:
Einer meiner Schüler sagte: Ich werde Hatz 4 und arbeite wie Papa. Mit dem Bagger. Das ist toll!

Wer will an diesen Schnittstellen stoppen und einem anderen alleine hierarchisch die Entscheidungsgewalt geben?
Hier muss viel mehr passieren!

Sie sehen, liebe Meike Sartorius, ist es nicht so einfach, die Lehrer alleine machen zu lassen!
Das Thema ist viiieeel komplexer und zu zukunftsweisend (beeinflussend), als es nur auf 1 Möglichkeit zu beschränken.

ODER?! ;-)