NRWision
20.10.2016 - 30 Min.

Timelapse: Indifferenz

Magazin zur Entschleunigung, produziert von MNSTR.medien aus Münster

  • Kunst
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Gleichgültigkeit, Des­in­te­r­es­se, Indifferenz: "Timelapse" sucht sich auch diesmal wieder einen Begriff aus und lädt zum Verweilen und Innehalten ein. Diesmal im Mittelpunkt: Der Blick auf eine gelbe Ampel, in der sich die vorbeifahrenden Autos spiegeln, sobald sie auf grün springt. In der Zeit der bloßen Beobachtung werden die Zuschauer dazu angeregt, für einen Moment zu pausieren.
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Kommentare:

Stefan Birnkamp
am 25. Oktober 2016 um 18:04 Uhr

Endlich! Wie lange habe ich gewartet. Die zweite Staffel Timelapse startet sehr stark! Anders als bei der ersten Staffel werden wir in dieser Folge nicht mehr mit großen Einstellungen, sondern mit den kleinsten Details konfrontiert. Sehr mutig.
In der finalen Folge der ersten Staffel "Treibhauseffekt", in der Autos in der Nacht wohl niemals zum Stillstand kamen, gab es einen Kontrast zwischen Ruhe (Dunkelheit) und Hektik (fahrende Autos). Diesmal gibt es das große Gegenteil zu sehen. Eine höhere Macht in Form einer Ampel bringt die Autos, welche sich übrigens sehr schön in der Ampel spiegeln, zum stehen.
Einerseits zeigt es für mich, wie Peter Wegat zuvor schon andeutete, die Indifferenz zwischen rot und grün. Die Autos stehen bei rot, doch die rote Ampel sehen wir nicht. Die Autos fahren bei grün, und auch diese Ampelphase bleibt uns enthalten. Das Einzige was uns gezeigt wird, ist die gelbe Ampelphase, das Etwas dazwischen. Sehr genial gelöst: In der gelben Ampelphase sind die Autos nicht sichtbar, da sie vom Licht verdeckt werden. Und wenn die Fahrzeuge in dieser Phase nicht sichtbar sind, gibt es diese Autos in der Phase dann, oder anders: Gibt es diese Phase dann, wenn es die Autos dann nicht gibt? Sehr spannend.
Stellen wir uns eine Welt vor, in der nur diese gelbe Phase, diese Indifferenz existiert. Gäbe es dann auch Autos?
Soviel zu einigen Gedanken, die mir beim Schauen dieser Folge in den Kopf gekommen sind.
Timelapse überrascht uns mal wieder mit einem kleinen Stilwechsel. Die Entschleunigung hat bei mir stattgefunden, doch war es diesmal ein ganz anderes Erlebnis als in der ersten Staffel.
Ich bin sehr gespannt auf nächste Woche - wird es wieder ein Detail, auf das wir uns konzentrieren werden, oder wird es vielleicht etwas noch größeres?

Peter Wegat
am 24. Oktober 2016 um 22:44 Uhr

Spannendes Thema. Einerseits die grüne Seite - Bewegung, Fortschritt und ein Start in die Zukunft. Im Kontrast dazu die rote Seite - Stillstand, Aufhaltung und Stagnation. Und was ist in der Mitte? Was passiert mit einer Gesellschaft die auf der gelben Seite steht? Spannende Fragen die mir beim schauen dieser minimalistischen Sendung durch den Kopf gegangen sind.