NRWision
20.04.2017 - 56 Min.

Radio Nachgefragt: Wer sind die Zeugen Jehovas?

Sendung von und mit Jehovas Zeugen aus Bochum

  • Porträt
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Die Produzenten der "Radio Nachgefragt"-Sendungen sind "Jehovas Zeugen". In diesem Beitrag richtet Moderatorin Julia Leicher den Blick auf die eigene Glaubensgemeinschaft. Im Studio zu Gast ist Gemeindemitglied Petra aus Bochum-Hamme. Sie erzählt von ihrer Motivation, in der Öffentlichkeit ihren Glauben zu verbreiten sowie von den Reaktionen.
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Kommentare:

Peter Kühn
am 19. Dezember 2018 um 18:57 Uhr

Die Zeugen Jehovas vertreten ein sehr eigenes Weltbild. Sie glauben an den Gott der Bibel und nehmen für sich in Anspruch, die Bibel als einzige "Kirche" "korrekt" zu verstehen. Die Bibel wird von einer Gruppe betagter Männer aus der Zentrale in Warwick USA ausgelegt und daraus "Empfehlungen und Leitlinien" für die ganze Gemeinschaft abgeleitet. Diese Leitlinien sind Gesetz und werden durch einen in der Gemeinschaft starken Gruppen- und Kontrolldruck exekutiert. Die Kinder werden streng innerhalb der Gemeinschaft erzogen und Kontakt zur umgebenden menschlichen Gesellschaft auf das absolut Notwendigste beschränkt. Höhere Bildung wird in Ihren Schriften häufig negativ dargestellt und als nicht erstrebenswert deklariert. Wer einmal als getauftes Mitglied Teil der Gemeinschaft wurde, kann sich zwar - wenn er die emotionale Kraft dazu aufbringt - aus dieser Gemeinschaft lösen, verliert aber damit geleichzeitig sein gesamtes soziales Umfeld, so es Teil dieser Gemeinschaft ist. Das heißt, ist die eigene Familie Teil dieser Gemeinschaft, so wird man von der Familie verstoßen, wenn man die Gemeinschaft verlässt. Die Glaubensgemeinschaft versucht durch geschickte Außendarstellung diesen Teil Ihres Selbst zu retuschieren, falsch oder selektiv anders darzustellen. Das sind aber lediglich "Marketingtricks" wie bei einem Produkt, dessen Eigenschaften auch "optimiert oder verzerrt dargestellt werden, um seinen Absatz positiv zu befördern. Die Zeugen Jehovas lehnen höhere Bildung (Abitur/Studium), politische Wahlen, die Gleichstellung von Mann und Frau, die Religionsfreiheit ihrer Kinder, "weltliche" Feiertage", "weltliche" Mode, gesellschaftliches Engagement, sexuelle Selbstbestimmung, Homosexualität etc. ab. Sie gehen davon aus, dass im Endgericht Gottes von Harmagedon alle "bösen" Menschen durch Gott bestialisch ermordet werden. Aus Ihren Schriften und deren Subtext leitet sich ab, dass in Harmagedon letztlich nur die Menschen nicht durch Gott vernichtet werden, die die Glaubenslehren der Zeugen Jehovas teilen. Alle anderen - also 99,90% der Weltbevölkerung würden durch Gott vernichtet. Interessante Gemeinschaft. Jede der vorgenannten Aussagen ist anhand Ihrer Literatur belegbar.
Ich selbst bin 49 Jahre alt und war bis zu meinem dreißigsten Lebensjahr Teil dieser Gemeinschaft. Ich wurde von dieser Gemeinschaft geächtet und von meiner Familie - die Teil dieser Gemeinschaft ist - verstoßen. Ich hege keinen Groll, mir tun diese Menschen Leid. Was nicht in Ordnung ist, wenn das Produkt "Zeugen Jehovas" völlig verklärt und entstellt beworben wird. Die Lehre der Zeugen Jehovas führt die Menschen in Angst, Abhängigkeit, macht sie unmündig und verdummt den menschlichen Geist.

Günter Reucker
am 19. Dezember 2018 um 13:13 Uhr

Selbstbeweihräucherung vom Feinsten. 8 Millionen Zeugen Jehovas, wenn es denn so viele überhaupt noch sind, verkünden den Weltuntergang, auch Harmagedon genannt, in dem 8 Milliarden Menschen,abzüglich 8 Millionen Zeugen Jehovas, umkommen werden. Das ist nicht nur lächerlich, das ist schon dumm dreist, was sich diese Sekte hier herausnimmt.Ach so, als Sekte darf man Jehovas Zeugen nicht titulieren, denn sie haben Dank findiger Rechtsanwälte vor Jahren die Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen bekommen was dazu führt, dass sie den Kirchen gleich gestellt sind. Den Kirchen, die sie in ihrer Literatur auf gut deutsch gesagt den "Teufel an den Leib" wünschen. Vorteil einer KdöR: Immobilienvermögen können steuerfrei veräussert werden,sowie sämtliche andere Vermögenswerte,gleich welcher Art, ebenfalls. Vielleicht sollten sich Google und andere Internetgiganten ebenfalls, an der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas, ein Beispiel nehmen und ihre Gesellschaftsform in eine Körperschaft umwandeln. Damit ersparen sich diese Firmen den Umweg über Steueroasen.Und das ist nicht ironisch gemeint.

Sektenkult
am 3. Januar 2019 um 20:16 Uhr

ich bewundere diesen Kommentar

Marko
am 18. Dezember 2018 um 13:09 Uhr

Ich war 20 Jahre Mitglied. Eine der gefährlichsten Sekten . Hinter läuft alles anders wie vorne und wenn man entscheidet sich zu währeb oder auszusteigen wird man ausgegrenzt und gemoppt.

Manuela Schleußner
am 18. Dezember 2018 um 13:00 Uhr

Ich bin ein ehemaliges Mitglied der Zeugen Jehovas und finde, es sollte auch die Gegenseite zu Wort kommen. Zeugen Jehovas sind eine Gemeinschaft, die nur unter Ihresgleichen bleibt, und Menschen, die auch mit Menschen außerhalb der Gemeinschaft Umgang pflegen (außer aufgrund der Arbeit) ausgrenzen. Zeugen Jehovas sind eine Gemeinschaft, unter denen Mißbrauch von Kindern an der Tagesordnung ist und dies nicht konsequent verfolgt wird, 1. weil dort die Männer „das Sagen“ haben und diese Problematik deshalb gerne verleugnet wird, oder 2. „dem Teufel“ (mit ihm drohen Sie gerne) der den Zeugen Jehovas angeblich Böses will, unterstellen er wolle die Zeugen Jehovas in ein schlechtes Licht stellen und 3. , weil es dort die 2 Zeugen Regel gibt, d.h. Straftaten müssen „aus dem Mund von 2 oder 3 Zeugen bestätigt werden“. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich konnte meine Erfahrungen diesbezüglich schon der Kommission schildern, die sich von Seiten der Regierung mit Mißbrauch in hiesigen religiösen Gemeinschaften befasst. Das ist schon ziemlich grenzwertig, dass solch eine hochgradig gefährliche Gemeinschaft in der Öffentlichkeit Werbung machen darf.

Ulmerch
am 18. Dezember 2018 um 12:41 Uhr

Sehr guter Bericht über Jehovas Zeugen.

Sektenkult
am 3. Januar 2019 um 20:15 Uhr

ja, schön einseitig über die Aktiengesellschaft Watchtower INC und deren widerlichen Handlangern

Carolin
am 18. Dezember 2018 um 12:37 Uhr

Traurig das so eine menschenverachtende Sekte so einen Raum bekommt sich zu profilieren. Sie verachten Menschen die sich los sagen. Familien verachten ihre eigenen Familienangehörigen. Eltern ihre Kinder wenn sie austreten

CSchu
am 18. Dezember 2018 um 12:32 Uhr

Es ist schon schlimm genug, dass diese Sekte so viele Anhänger hat. Unfassbar ist aber, dass über eine solche Sekte kritiklos berichtet wird. Wir sind auf dem Weg zurück ins Mittelalter!

Rainer
am 18. Dezember 2018 um 12:29 Uhr

Sorry, das ist Werbung für eine Menschenverachtende Sekte. Über den durch die "Glaubensgemeinschaft" verschwiegenen Kindesmissbrauchsfälle nicht nur in Amerika, England, Australien usw. (die Liste ist nicht vollständig) wird nicht eingegangen.
Oder wie Verhalten diese "liebevollen Menschen" sich gegenüber denen die aus der Sekte austestiegen bzw. ausgeschlossen wurden?

JW Opfer Hilfe e.V.
am 18. Dezember 2018 um 12:16 Uhr

Die Sendung ist leider eine reine "Marketing" Plattform für Jehovas Zeugen und geht überhaupt nicht auf die Problematik dieser destruktiven Organisation ein. Bei uns haben sich allein im letzten halben Jahr eine hohe zweistellige Zahl Betroffener gemeldet, die Opfer von Psychodruck, Depressionen, Bluttransfusionsverbot, sozialer Ächtung, Kindesmissbrauch, Homophobie, uvm geworden sind. Wir würden uns wünschen, dass auch auf diese Problematik mit der nötigen journalistischen Neutralität eingegangen wird.
weitere Infos finden Sie auf www.jw.help oder www.facebook.com/www.jw.help/

Stefan Raschinsky
am 18. Dezember 2018 um 13:50 Uhr

Dem schließe ich mich voll und ganz an und mir fehlt das Verständnis über diese einseitige Berichterstattung. Als selbst Betroffener habe ich als Kind völlige Überforderung erlebt bei den übertriebenen und nicht kindgerechten Anforderungen, als Erwachsener erlebe ich bis heute die Folgen der Ausgrenzung meiner Familie, die sich „aus Liebe gegenüber Abtrünnigen“ den entsprechenden Distanz- Verpflichtungen der Organisation ausliefert.

Manuela Schleußner
am 18. Dezember 2018 um 13:03 Uhr

So sieht es leider aus. Danke für diesen guten Kommentar!