NRWision
03.11.2020 - 3 Min.

Fatima

Musikvideo von Michael Kirsche aus Mülheim an der Ruhr

  • Musikvideo
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Der Song "Fatima" von Michael Kirsche ist im Kern ein trauriges Liebeslied in Form eines Rock-Songs. Ein junger Mann verliebt sich in eine Frau, die vollverschleiert lebt - so wie es in ihrer Kultur offenbar üblich ist. Das ungleiche Paar steht vor der Frage: Kann ihre Liebe alle Gegensätze überwinden? Das Musikvideo zu "Fatima" ist im Zeichentrick-Stil animiert.
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Kommentare:

Klaus Fischer
am 26. Mai 2021 um 17:52 Uhr

Ein guter Beitrag zu einem viel zu wenig dargestellten Thema, das uns noch einiges abverlangen wird.

Meier
am 5. November 2020 um 06:08 Uhr

Hat mir gefallen.

Meier

Helga
am 4. November 2020 um 18:28 Uhr

Cooler Song nebst Video, gefällt mir, habe es bei Facebook bereits gesehen.

Grüße aus den Niederlanden

Melis
am 4. November 2020 um 12:31 Uhr

Ich versuche mich mal chronologisch an dem ganzen Text hier abzuarbeiten:

a) "schöne Frau aus Unbekannt" - warum wird hier kein konkretes Land genannt? Diese Frau hat ganz bestimmt - so wie jeder andere Mensch - eine Herkunft und jemand, der sich (aus dem Video ersichtlich) schon mit ihr unterhalten hat bzw. eine Beziehung mit ihr eingegangen zu sein scheint, sollte sich auch mal darüber schlau gemacht haben, woher sie denn kommt. Vielleicht kommt sie ja aus...ACH vielleicht aus Deutschland? Denn, ja, Deutschland ist schon seit Jahrzehnten divers. Oder soll sich der:die Zuhörer:in einfach eines der so zahlreichen muslimisch geprägten Länder der Welt aussuchen, weil sie ja alle gleich sind?

b) Wieso wollte der Protagonist "zuerst fluchen" als er sie gesehen hat? Flucht er auch sonst über andere Frauen/Menschen, wenn er sie zum ersten Mal sieht? Wird das Nicht-Fluchen erst dann legitim, wenn er sich in diese Frau verliebt? Also muss man zuerst eine Liebe/Freundschaft/(kollegiale) Beziehung mit einer (vollverschleierten) Muslima eingehen, damit man nicht über sie fluchen muss? Würde der Protagonist dann nicht über jede andere (vollverschleierte) Muslima weiterhin in seinem Leben fluchen?

c) Warum hat diese Frau "drei Brüder"? Warum sind es nicht zwei Schwestern? Glaubt der Protagonist wirklich, dass jede (vollverschleierte) Muslima definitiv Brüder haben muss? Warum müssen diese mit ihm trinken? Was hat das mit der Sauberkeit des Protagonisten zu tun und, vor allem, was hat das alles damit zu tun, dass er koscher ist? Welche Begriffsbedeutung von "koscher" soll hier verstanden werden? "den jüdischen Speisegesetzen gemäß" (duden.de) /bzw. irgendwas mit dem Judentum? oder koscher = "unbedenklich" (duden.de)? Begriffsbedeutung 1 wäre für mich in diesem Zusammenhang vollkommen unverständlich.

d) Wie kommt man auf so ein schreckliches Bild wie "die Grenzen sprengen"? Von welchen Grenzen ist hier die Rede? Die Grenzen im Kopf des Protagonisten scheinen jedenfalls Jahrzehnte alt zu sein. Wenn man bedenkt, dass diese zwei Personen im selben Land wohnen. Warum muss hier von einem Kriegsbild ("sprengen") die Rede sein?

e) Warum brennt in den Augen nicht-Westlicher Frauen immer ein Feuer? Dies - und alles andere auch - sind orientalistische Stereotype über nicht-Westliche Frauen (die alle btw. in ein und den selben Topf geworfen werden). 'Positive Klischees' nennt man sowas auch: alle Frauen aus dem mysteriösen Orient sind temperamentvoll, verführerisch usw. - Das stimmt - mit gesundem Menschenverstand betrachtet - eindeutig NICHT.

f) "einer von euch" - Da haben wir wieder das "wir" und "ihr". Dazu bauche ich mich glaube ich nicht weiter äußern.

g) Wieso ist der Protagonist allein derjenige, der eine muslimische Familie auf den Gedanken bringen könnte, Ramones zu hören und Whiskey-Cola zu trinken? Kommt diese Familie da ohne den Protagonisten nicht drauf? Vielleicht hören einige der Familienmitglieder ja auch schon Ramones. Oder aber: Warum müssen diese Menschen westliche Musik hören? Sind sie dann zivilisierter in den Augen des Protagonisten? Wer definiert hier den Begriff der Zivilisation? Ist der Alkoholkonsum ebenfalls ein Symbol der Zivilisation? Warum fordert man Menschen, die eventuell einfach keinen Alkohol trinken (wollen) - ob es nun religiöse oder gesundheitliche Gründe hat - dazu auf, Alkohol zu trinken, ohne ihre Prinzipien dabei zu respektieren?

h) Woher kommt plötzlich das Messer her? Ich beziehe mich hier auf die Aussage "Gib mir das Messer/ Wir schneiden alte Zöpfe ab". 1. Haben die muslimischen Brüder jetzt auch noch ein Messer dabei, um den Protagonisten direkt abzustechen? 2. Die Redewendung "alte Zöpfe abschneiden" ist hier vielleicht sogar das einzig positive und hoffnungsvolle in dem Lied, da sie bedeutet, dass man "eine Veränderung in der Gesellschaft [als] dringend notwendig" (geo.de) ansieht. Also könnte hier - hoffe ich jetzt einfach mal - eine Veränderung in der deutschen polarisierten Gesellschaft gefordert werden? In Anbetracht des restlichen Textes wird einem dieser Hoffnungsschimmer allerdings schnell genommen. Die Vermutung liegt nahe, dass hier auf eine Veränderung der Kultur der Frau gehofft wird, weil die ja in der Regel als 'rückständig' und als die einzig Verantwortliche für die obengenannten "Grenzen" angesehen wird.

Leider ein zutiefst stereotyper Text, der vor Eurozentrismus ("die ideologische Beurteilung inner- und außereuropäischer Gesellschaften nach europäischen Vorstellungen; demnach auf der Grundlage der von Europäern entwickelten Werte und Normen." (Wikipedia.de)) nur so strotzt. Ja, transkulturelle Beziehungen sind ein schönes, erstrebenswertes Ideal einer transkulturellen Gesellschaft, aber das beinhaltet auch etwas mehr Selbstreflexion und eigene Offenheit und Akzeptanz des Gegenübers und NICHT das alleinige Überstülpen der eigenen Werte auf das Gegenüber.