NRWision
18.08.2020 - 54 Min.

"Rettet den Heilken" - Bürgerinitiative in Wetter an der Ruhr

Beitrag von Antenne Witten

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Der Spielplatz und die Grünfläche an der Heilkenstraße in Wetter an der Ruhr sollen einer Kindertagesstätte weichen. Die Bürgerinitiative "Rettet den Heilken" hat deshalb zu einer Kundgebung eingeladen. Auch der amtierende Bürgermeister Frank Hasenberg (SPD) ist vor Ort und erklärt im Anschluss: Der Spielplatz soll bleiben! Frank Hasenberg ist der Meinung: Wenn sich so viele Bürger gegen die Pläne aussprechen, sollte man auf ihre Wünsche eingehen. Da es in Wetter allerdings zu wenig Kindertagesstätten gibt, muss jetzt die nächste Planungsphase beginnen. Achim Schäfer von der Bürgerinitiative "Rettet den Heilken" betont, dass durch einen Kita-Bau an der Heilkenstraße eine wichtige Grünfläche verloren gehen würde. Außerdem könnte die darunterliegende Mülldeponie gesundheitsgefährdend sein.
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Kommentare:

M. Schirmer
am 19. August 2020 um 15:58 Uhr

Sehr geehrter Herr Menninger,

ich freue mich, dass Sie – als einer der FDP-Spitzenkandidaten für den EN-Kreistag – sich für unsere Sendungen interessieren. In der Sendung haben wir eine Kundgebung der Bürgerinitiative "Rettet den Heilken" in Wetter an der Ruhr vorgestellt. Als Autor der Sendung nehme ich gerne Stellung zu ihrer Kritik.

Während der Veranstaltung hat der amtierende Bürgermeister Frank Hasenberg (SPD) zur Kritik der Bürgerinitiative Stellung genommen und seine Politik verteidigt. Er hat sogar verkündet, sich dafür einzusetzen, die Ratsentscheidung rückgängig zu machen. Frank Hasenberg war Hauptredner der Veranstaltung und seine Rede hat Neuigkeitscharakter für die Hörer, deshalb wurde er interviewt.

Die Entscheidung Karen Haltaufderheide (GRÜNE) zu interviewen fiel zufällig. Sie hat sich als Ratsmitglied zu erkennen gegeben. Sie kritisiert die Vorgänge der aktuellen Legislaturperiode und stellte nicht ihr Wahlprogramm vor. Es wäre ein unhaltbarer Zustand, wenn wir Politiker zur aktuellen Politik nicht befragen könnten, nur weil wochenlang Wahlkampf geführt wird.
Es ist keine Wahlsendung. Allein um alle Bürgermeister- und Landratskandidaten in den neun Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises vorzustellen, müssten wir 35 Interviews führen. In der aktuellen Legislaturperiode bekleiden über 450 Politiker ein Amt in den neun Räten der kreisangehörigen Städte und im Kreistag. Die Anzahl der Mandatsbewerber im gerade geführten Wahlkampf beträgt ein Vielfaches der verfügbaren Plätze z.B. für den Kreistag mit aktuell 66 Mandatsträgern bewerben sich aktuell 295 Kandidaten.

Die CDU-FDP-Landesregierung hat im Jahr 2007 die Sendezeit des Bürgerfunks gekürzt und in die Nachtstunden verschoben und jetzt fordern Sie von uns, dass wir im Wahlkampf den Zugang zur Öffentlichkeit für ihre Partei herstellen? In Niedersachsen wird das Bürgerradio mit 4,8 Mio. Euro gefördert, in NRW stehen dem Bürgerfernsehen und -radio nur 1,3 Mio. Förderung zur Verfügung. Das ist weniger als in kleineren Bundesländern wie Baden-Württemberg und Hessen.

In den vergangenen Wochen haben wir mit Politikern und Bürgermeisterkandidaten der CDU, FDP, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und parteilosen Einzelkandidaten gesprochen und die Interviews ausgestrahlt. Alles im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit. In immer mehr Städten und Kreisen gibt es gar keine institutionelle Infrastruktur, die die Produktion einer solchen Sendung erleichtern würde. Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist auf diesem Gebiet ein trauriges Beispiel. Ihre Partei regiert in NRW, ich würde mich freuen, wenn Sie sich für Bürgermedien einsetzen würden.

Mit freundlichen Grüßen

André Menninger
am 23. August 2020 um 09:34 Uhr

Hallo Herr Schirmer,
vielen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme. Auch wenn Sie mich weder über den Ablauf, noch über den Inhalt der Veranstaltung hätten informieren müssen. Ich war selbstverständlich, ebenfalls als amtierendes Ratsmitglied in Wetter, persönlich vor Ort.
Daher ist Ihre Rechtfertigung in Ihrem Beitrag nur zwei der in Wetter antretenden Bürgermeisterkandidaten/-in zu interviewen auch wenig stichhaltig. Selbstverständlich ist es nachvollziehbar, dass der aktuell amtierende Bürgermeister in Ihrer Berichterstattung zu Wort kommt. Befremdlich mutet Ihre Begründung aber an, die weitere Kandidatin sei „zufällig“ interviewt worden. Zumal es vor Ort allseits bekannt war, dass mindestens drei der weiteren vier Bürgermeisterkandidaten ebenfalls an der Veranstaltung persönlich teilgenommen haben. Es wäre somit ein Leichtes gewesen, diese ebenso am Ort um ein Statement zu bitten. Mit dieser Gleichbehandlung wäre die Neutralität gewahrt gewesen. Dass Ihr Team vor Ort diesen Gedankengang offenbar nicht führte, ist vielsagend. Selbstverständlich ging mit meiner Einlassung hier auch nicht die Forderung einher, auf Basis ehrenamtlicher Tätigkeit 300 bis 350 Interviews zu führen. Hier haben Sie mich bewusst oder unbewusst falsch verstanden. Es hätte sich, wie gesagt, um maximal sechs Statements am selben Ort gehandelt.

Ich habe aber die feste Hoffnung, dass Ihre ausschweifende Kritik an Entscheidungen früherer Landesregierungen nicht die eigentliche Antwort auf die „zufällige“ Auswahl der Interviewpartner und damit meiner eigentlichen Frage darstellt. Aber dies mag jede/-r Leser/-in an dieser Stelle selbst beurteilen.

Gerne greife ich Ihren Appell aber auf und werde mich parteiintern für die Unterstützung neutraler und nicht tendenziöser Berichterstattung im Rahmen von Bürgermedien stark machen.

Mit freundlichen Grüßen

André Menninger
am 18. August 2020 um 23:19 Uhr

Hallo NRWision Team,
der journalistischen Neutralität folgend, wäre es schön gewesen, wenn alle Bürgermeisterkanidaten*innen hier zu Wort gekommen wären. Gibt es einen Grund dafür, dass vier der sechs Kandidaten*innen nicht interviewt wurden?