NRWision
10.12.2019 - 28 Min.

Guck Marl: Martin Renner, AfD – "Miteinander, nicht übereinander reden"

Lokales, Reportagen und Reiseberichte von Eberhard Teske aus Marl

  • Reportage
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Martin Renner sitzt für die AfD im Bundestag. Nach der Bundestagswahl 2017 zog Martin Renner über die Landesliste als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag ein. Reporter Eberhard Teske begleitet den AfD-Politiker bei seinem Arbeitsalltag in Berlin. Dabei konfrontiert er Martin Renner mit Vorurteilen der Altparteien gegenüber der AfD und mit Äußerungen aus den Medien. Die Sendung der Reihe "Guck Marl" fordert einen politischen Austausch, bei dem Politiker mehr miteinander und weniger übereinander sprechen sollen.
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Kommentare:

ja
Anja Schweppe-Rahe
am 23. Dezember 2019 um 11:04 Uhr

Das, was hier Grund zur Beanstandung gibt, sind die schweren journalistischen Fehler des Moderators! Vom Anfang bis zum Ende!
Er fungiert hier als Kommentator und das ist nirgends gekennzeichnet.

Seine positiven Assoziationen, der Politiker sähe aus wie ein Pfarrer usw, die 2 positiven Stimmen, die als Umfrage getarnt sind...
Das alles und noch viel mehr ist tatsächlich Fürsprache und für einen Journalisten so nicht erlaubt.
Er ist hier also absolut manipulativ! und verharmlost bzw verschweigt, dass die hier vorgestellte Person/Partei dem rechten Flügel innerhalb dieser Organisation zuzuordnen ist!

Der Moderator bedient sich auch nicht des hier gebotenen Konjunktivs! Gravierender Fehler!

Muss er das denn? Oder darf er als Bürger in den Bürgermedien sozusagen alles?
ich denke, Meinungsäußerung/ - freiheit ist auch hier grundsätzlich erlaubt. Doch wenn ich mich als Moderator und Bürger*in eines öffentlichen Mediums bediene, muss mir absolut klar sein, welche Wirkung ich bei den Hörern und Zuschauern erzeuge!
entweder, ich deklariere meinen Beitrag als "meine persönliche Meinung über...", dann ist das auch klar als Kommentar erkennbar oder ich mache es als Portrait! Aber dann bitte mit journalistischem Abstand der eigenen Haltung!

Hier heißt der Beitrag: REPORTAGE und trägt den Titel "Miteinander reden" ...
Beides verlangt nach sauberem Journalismus!

Und genau so leitet der Moderator ein: MITEINANDER REDEN, nicht übereinander...
Doch das kommt überhaupt nicht vor! Der Moderator hakt überhaupt nicht nach!

(Was ist mit Begriffen wie "Altparteien"(stammt aus der nationalsozialistischen Zeit!) und "Wir werden sie jagen" und "Möwenschiss")

Zu Wahlzeiten wäre dieser Beitrag als ein Wahlspot (nur etwas lang) der AfD klassifizierbar!

Nirgends etwas Investigatives oder Objektives des Journalisten!

Etwas mehr kritischer Blick wäre angemessen gewesen! Immerhin gilt der hier Vorgestellte als Anhänger von B.H. und als rechtester Flügel der Partei!

Doch etwas Derartiges (das sind nun mal Fakten!!!) ist nicht mal annähernd in diesem Beitrag!

Auch der (m.E. journalistisch kläglich gescheiterte) Versuch, mit "Vorurteilen aufräumen" zu wollen, ist in diesem Video "gelungen". Also "gelungen" in dem Sinne, dass hier nur schöngezeichnet wurde und nichts Objektiv-Kritisches zugelassen wurde. Also manipulativ!

Recherche hätte dem Beitrag auch gut getan! Zum Beispiel die Äußerung, der hier Vorgestellte wäre (Zitat:) "...kein Berufspolitiker."
Das ist (mit Verlaub) Humbuk! Selbstverständlich ist er Berufspolitiker!

Und der Mann vertritt (in Person) die Interessen/Ideologie seiner Partei!

Was bitte suggeriert denn so eine Behauptung? Sollen wir milde gestimmt werden, weil der Laie (der Politiker M.R.) nicht weiß, was er tut? Oder ein armes Hascherl ist, weil nur die anderen die Profis sind und die hier vorgestellte Partei immer nur nieder gemacht wird?!

Nehme ich mir noch mal den Dialog am Ende: ein Sketch? Satire? Glosse?
gute Idee, aber sehr manipulativ gemacht! Einseitig PRO AfD!
Letzter Satz der Szene: "...Ansonsten nehme ich ihr Angebot an. Wenn das bei den Altparteien nicht funktioniert, darf ich bei Ihnen einsteigen."

Der Moderator scheint ein AfD-Mitglied/Sympathisant/Anhänger zu sein.

Vielleicht bewirken ja diese Kommentare hier bei dem einen oder anderen Leser eine differenzierte Haltung zum Moderator und Porträtierten.

ja
Klaus Aßhoff
am 16. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

Dieser üble Beitrag bietet einem Rechtsaußen der AfD die willkommene Bühne für ein Laienspiel im Schafspelz. Und der Verkleidete braucht noch nicht einmal vorher die übliche Dosis Kreide zu fressen. Das übernimmt der Produzent für den Beglückten gleich mit, in Form diverser Stichworte, Behauptungen und vor allem unterlassener Rückfragen. Man wird das Gefühl nicht los, dass der Autor des Beitrages sich selbst wohl für möglichst objektiv hält. Ein Lehrstück über das leider gelingende Einsickern der rechten Terminologie und Gedanken in die sogenannte Mitte der Gesellschaft.

Eberhard Teske
am 16. Dezember 2019 um 22:35 Uhr

Danke für Ihren Kommentar.
Besonders für Menschen wie Sie habe ich diese Sendung gemacht, mit der Überschrift: „Miteinander nicht übereinander reden.“ Haben Sie schon einmal mit diesem AfD Politiker gesprochen oder sprechen Sie, wie man es so oft tut, nur über ihn ohne ihn näher zu kennen? Übrigens: Vor einiger Zeit habe ich in gleicher Form eine Sendung über einen SPD Bundestagsabgeordneten gemacht. Es gab damals in der Sendung auch keine Nachfragen an den Politiker, nur seine Aussagen zu bestimmten Themen. Dabei hat kein Zuschauer protestiert. Es gab nur positive Kommentare.
Freundliche Grüsse.

Mathias Tauche AhlenTV
am 7. Januar 2020 um 15:33 Uhr

Wo finde ich den Beitrag über den SPD Bundestagsabgeordneten?

Eberhard Teske
am 15. Januar 2020 um 15:56 Uhr

Hier in der Mediathek. Guck Marl: Michael Gross, Bundestagsabgeordneter

Klaus Aßhoff
am 17. Dezember 2019 um 13:54 Uhr

Woher wissen Sie denn, dass Ihre Sendung für Menschen wie mich gemacht ist? Menschen wie ich? Gilt Ihre Forderung, Sie müssten zuerst mit dem jeweiligen Gegenüber sprechen nur für diesen Herrn und für mich nicht? Für Menschen wie mich? Da sind Sie im Widerspruch zu Ihren eigenen Forderungen, wenn Sie doch sagen, meinen Bedarf an Informationen ohne ein persönliches Wort mit mir nur an meinem 1. Kommentar erkennen zu wollen.

Im Übrigen kenne ich den Herrn. Ich habe ihm auf einer Wahlkampfveranstaltung zusammen mit einem anderen Vertreter des "Flügels" aufmerksam zugehört, ich habe ihm in der letzten Bundestagsdebatte aufmerksam zugehört. Und diverse verbürgte Zitate kann jeder finden. Und wenn Sie das auch getan hätten, dann wüssten Sie mehr über ihn, als ihr Beitrag ahnen lässt. Aber eigentlich brauchten Sie das auch gar nicht: Einfach nur ihm zuzuhören, die Begriffe hinterfragen ("Kulturdeutscher" usw.), statt sie zu übernehmen ("Altparteien", "ausgegrenzt" usw.), die Antworten interpretieren lassen - kurzum in kritischer Distanz zu bleiben, statt ihm nach dem Mund zu reden. Das wäre nicht einfach gewesen. Der Mann ist professioneller Kommunikationsstratege, der seinen den Wolfspelz zu tarnen und den lächelnden Pastor zu geben weiß. Mit Ihnen ist er spielend fertig geworden. Sie waren naiv unkritisch, wodurch Sie ihm vollkommen auf den Leim gegangen sind. Jetzt müssen Sie nur noch Auskunft darüber geben, wer Ihnen den ganzen Aufwand in Berlin bezahlt mit diesen Bundestagsabgeordneten....von denen Sie ja meinen, die müssten nicht immer streiten. Das ist ein grundsätzlicher Irrtum. Sie müssen, um des besseren Weges willen. Sollte so jemand wie Dieser jemals recht behalten und regieren, dann wird am Ende nur noch geschwiegen. Das gesunde, kulturdeutsche Volksempfinden braucht keinen Streit mehr. Und Bürgerfernsehen wird abgeschaltet.

ja
Markus M.
am 16. Dezember 2019 um 14:20 Uhr

Leider lässt es sich nicht mehr vermeiden über die Themen zu diskutieren, die Deutschland verändert haben und weiterhin werden

Klaus Aßhoff
am 24. Januar 2020 um 21:04 Uhr
Eberhard Teske
am 16. Dezember 2019 um 19:32 Uhr

Markus M., sie haben recht. Diskussion ist bei der aufgeheizten Stimmung in unserm Land extrem wichtig. Aber wer diskutiert überhaupt noch? Ich habe als Filmer eine Woche im Plenum des Bundestages zugebracht. Was ich erlebt habe waren keine konstruktiven Aussprachen mit Rede, Gegenrede und einem gemeinsamen Kompromiss, sondern Anfeindungen, Unterstellungen und Beschimpfungen. Konfrontation statt Kooperation. Das ist nicht gut für unser Land bei den vielen Problemen, die wir haben und die noch auf uns zukommen werden,

Klaus Aßhoff
am 21. Februar 2020 um 20:55 Uhr

IJetzt will Renner die Medien kontrollieren. Jedenfalls gibt es den Entwurf einer Vorlage seiner Fraktion für den Bundestag, um journalistische Qualitätskriterien zu kontrollieren. Außerdem wollen sie eine Enquete-Kommission und über Alternativen zur bestehenden Ordnung nachdenken. Das meldet heute Spiegel-Online. Mein Kommentar: Ich wundere mich darüber kein bisschen, wie unverfroren diese Leute Hand an die Pressefreiheit legen wollen. Im Lichte dieses ungeheuren Vorstoßes lohnt es sich fast, das missratene Video noch einmal anzuschauen.

Klaus Aßhoff
am 23. Januar 2020 um 20:45 Uhr

Wir sollten bei NRWision keine Plattform bieten für rechte Propaganda. Zur Aufhellung Unbedingt anhören! Mein Tipp aus der ARD Audiothek: Der Wahrheit verpflichtet | Doku über Vertrauensverlust im Journalismus audiothek.ardmediathek.de/items/71142968