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Radio Fluchtpunkt: Netzwerk Kirchenasyl Münster, Benedikt Kern – Institut für Theologie und Politik
Magazin
04.10.2018 - 57 Min.

Radio Fluchtpunkt: Netzwerk Kirchenasyl Münster, Benedikt Kern – Institut für Theologie und Politik

Magazin der GGUA Flüchtlingshilfe e.V. - produziert beim medienforum münster e.V.

Laut Benedikt Kern gibt es in NRW rund 240 Menschen, die in mehr als 160 kirchlichen Gemeinden Kirchenasyl bekommen. Benedikt Kern arbeitet fürs Netzwerk Kirchenasyl Münster. Außerdem ist er Mitarbeiter am Institut für Theologie und Politik (ITP). Das erste Kirchenasyl hat es Mitte der 1980er-Jahre in Berlin gegeben. Damals sei eine Familie, die in den Libanon abgeschoben werden sollte, von einer Kirche in Obhut genommen worden. Das Kirchenasyl gilt als Form des zivilen Ungehorsams und setzt sich somit über das geltende Recht hinweg. Eine strafrechtliche Verfolgung der jeweiligen Kirchenasyl-Gemeinde findet gelegentlich auch statt. Die Menschen suchen durch das Kirchenasyl unter anderem Schutz vor dem Dublin-Verfahren. Durch dieses Verfahren sollen Menschen an den Ort ihrer Erstregistrierung zurückgeführt werden. Mehr als 90 Prozent der Kirchenasyle in NRW seien im vergangenen Jahr positiv verlaufen, sagt Benedikt Kern. Aktuell wird der Druck auf das Kirchenasyl jedoch höher, da es ein verlängertes Verfahren bei Härtefällen gibt.

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Im Glashaus: Martin Heider, Pfarrer - Kirchenasyl
Talk
08.03.2018 - 27 Min.

Im Glashaus: Martin Heider, Pfarrer - Kirchenasyl

Sendung vom Förderverein Lokalfunk Iserlohn e.V.

Der Ursprung des Kirchenasyls ist das Heiligtum-Asyl, das in vielen alten Kulturen verankert liegt. Bereits das alte Israel und die Griechen hatten ein Asylrecht. Pfarrer Martin Heider ist Referent der Flüchtlingsarbeit im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche in Westfalen in Schwerte-Villigst. Er erklärt bei "Im Glaushaus", dass das Kirchenasyl kein besonderes Recht ist, sondern eine Absprache der Kirchen mit dem Staat. Ab dem 16. Jahrhundert war diese Form des Asyls eingeschlafen und erst in den letzten vier Jahrzehnten wieder aufgelebt. Diejenigen, die Kirchenasyl erhalten, werden den Behörden natürlich gemeldet. In der Öffentlichkeit wird über das Thema nicht so stark berichtet - zum Schutz der Asylsuchenden. Außerdem setzen sich diejenigen, die sich am Kirchenasyl beteiligen, Gefahren aus.

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