Hauke Goos: "Die Magie der deutschen Sprache"
Buchrezension von Rainer Böttchers aus Büren
Die deutsche Sprache hat in der Welt keinen sonderlich guten Ruf. Weder ist sie so malerisch wie das Französische, noch so majestätisch wie das Englische, weit vom Melodiösen des Italienischen entfernt. Der irische Komiker Dylan Moran sagte einmal, die deutsche Sprache klinge wie eine Schreibmaschine, die Alufolie frisst und die Kellertreppe heruntergetreten wird. Vergessen wird dabei oft die Detailtiefe und Exaktheit, die das Deutsche gerade vom Englischen unterscheidet. Hauke Goos, bekannter als Redakteur im "SPIEGEL", sammelt "Stellen". Momente in der Literatur, wo das zum Glänzen kommt, was als Kern des Stils betrachtet wird: die Übereinstimmung von Form und Inhalt.