Carlo Masala: "Weltunordnung"
Buchrezension von Rainer Böttchers aus Büren
Als 1990 die Berliner Mauer fiel und das Ende der Sowjetunion absehbar war, war es nicht nur das Ende des Kalten Krieges zwischen den beiden großen Machtblöcken. Mit dem Entfall der Bedrohung durch den Osten erwartete man nun, dass sich eine liberale Weltordnung etabliert, mit den wichtigsten Kennzeichen Demokratie und Kapitalismus. Heute, 30 Jahre weiter, ist die Realität eine andere. Nicht nur der Krieg ist zurück in Europa, in der Ukraine, auch der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis eskaliert. Die Weltmacht USA hat ihren großen Glanz verloren, China und demnächst Indien sind neue Player auf der Weltbühne. Der Westen, so Masala, sei gleich einer ganzen Reihe von Illusionen aufgesessen.