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Region WAF: Erinnerung an August Wessing, katholischer Pfarrer
Magazin
14.05.2018 - 55 Min.

Region WAF: Erinnerung an August Wessing, katholischer Pfarrer

Magazin vom Bürgerfunk Warendorf

August Wessing war katholischer Pfarrer. Er hat im Münsterland gelebt und gearbeitet. Vielen ist er mit seinen Gesten der Menschlichkeit im Konzentrationslager Dachau in Erinnerung geblieben. "Region WAF" stellt den Pfarrer vor und berichtet aus dessen Leben. Wessings soziales Verhalten passte der Ortsgruppe Hoetmar der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ganz und gar nicht. Er brachte sie schließlich komplett gegen sich auf, indem er einem ukrainischen Mädchen Kleider schenkte. Diese "offene Feindbegünstigung" führte zur Anklage und zu seiner Deportation ins Konzentrationslager Dachau. Zeitzeugen zeichnen ein umfassendes und eindrückliches Bild von seinem Leben. Wie es im KZ zugegangen ist, berichtet ein Mitinhaftierter von August Wessing: der Priester Hermann Scheipers aus Ochtrup bei Gronau. Die Interview-Aufnahmen des Mithäftlings stellt die päpstliche Stiftung "Kirche in Not" zur Verfügung.

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DO-MU-KU-MA: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten", Ausstellung in Dortmund-Hörde
Beitrag
28.03.2018 - 27 Min.

DO-MU-KU-MA: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten", Ausstellung in Dortmund-Hörde

Musik- und Kulturmagazin vom Allgemeinen Rundfunkverein Dortmund e.V.

Antisemitismus, die Feindlichkeit gegenüber Juden, hat sich nicht erst im Nationalsozialismus offenbart, sondern ist bereits im 19. Jahrhundert ein verbreitetes Phänomen gewesen. Dies zeigen die antisemitischen Bildpostkarten der Ausstellung "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten" im Bürgersaal der Bezirksverwaltungsstelle Dortmund-Hörde. Fast 1.000 Postkarten - vermehrt aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg - hat Wolfgang Haney zusammen getragen. Eine Auswahl dieser tourt seit zwei Jahren als Wanderausstellung der "Bundeszentrale für politische Bildung" durch Deutschland. Professor Thomas Goll vom "Lehrstuhl für integrative Fachdidaktik Sachunterricht und Sozialwissenschaften" der TU Dortmund ist an der Konzeption der Ausstellung beteiligt gewesen. Moderator Klaus Lenser spricht mit ihm über Ausgrenzungsprozesse, den gegenwärtigen Antisemitismus und wie dieser durch Motive und Bildsprachen zu erkennen ist.

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DO-MU-KU-MA: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Paris und Dortmund
Beitrag
22.03.2018 - 54 Min.

DO-MU-KU-MA: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Paris und Dortmund

Musik- und Kulturmagazin vom Allgemeinen Rundfunkverein Dortmund e.V.

Etwa 300 Frauen und Männer hat die Gestapo um Ostern 1945 in der Bittermark und im Rombergpark in Dortmund ermordet: Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, aus deutschem und ausländischem Widerstand. Um an sie zu erinnern, findet am Karfreitag, dem 30. März 2018, die alljährliche Gedenkfeier am Mahnmal in der Bittermark statt. Diese Zeremonie ist Thema der Sendung: So solle zum Beispiel eine Urne mit Erde vom Mahnmal für die Zwangs- und Arbeiterdeportierten in Paris einen Ehrenplatz in der Krypta vom Dortmunder Mahnmal finden. Eine Delegation aus Dortmund hat deshalb bereits Mitte März an einer Gedenkfeier in der französischen Hauptstadt teilgenommen und die Urne mit Erde befüllt. Auszüge aus Reden, die auf der Zeremonie in Frankreich gehalten wurden, finden ebenfalls Platz in der Sendung. Die offiziellen Feiern seien mehr als eine Erinnerung, sagte etwa die stellvertretende Pariser Bürgermeisterin. Sie seien ein Versprechen für die Zukunft - dass Deutschland und Frankreich vereint blieben.

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DO-MU-KU-MA: "Erinnern … damit kein Gras darüber wächst!" - Gedenken an die Reichspogromnacht
Magazin
15.03.2018 - 22 Min.

DO-MU-KU-MA: "Erinnern … damit kein Gras darüber wächst!" - Gedenken an die Reichspogromnacht

Musik- und Kulturmagazin vom Allgemeinen Rundfunkverein Dortmund e.V.

"Erinnern … damit kein Gras darüber wächst!" - die Veranstaltungsreihe zum Gedenken an die Reichspogromnacht, die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, hat im Dortmunder Stadtteil Hörde begonnen. Seit rund zehn Jahren organisieren der Vorbereitungskreis "Hörder Pogromgedenken 9.11.1938" und die "Johann-Gutenberg-Realschule" die alljährliche Gedenkstunde zur Pogromnacht. Im Juni 2017 hatten sie die Idee, das komplette folgende Jahr diesem Thema zu widmen. So haben sie zum Beispiel Gedenkstunden, Theateraufführungen und Vorträge gegen das Vergessen in Hörde geplant. Den Anfang macht die Ausstellung "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten" im Bürgersaal der Bezirksverwaltungsstelle Dortmund-Hörde. Außerdem sollen im Laufe des Jahres weitere "Stolpersteine" im Stadtteil verlegt werden. Mit diesen wird an das Schicksal von Menschen erinnert, die von den Nazis verfolgt, deportiert und ermordet wurden.

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Begegnen, Gedenken, Weitergeben, Zukunft gestalten - Holocaust-Überlebende berichten
Aufzeichnung
07.03.2018 - 100 Min.

Begegnen, Gedenken, Weitergeben, Zukunft gestalten - Holocaust-Überlebende berichten

Bericht von Heinz Aufenberg aus Hemer

Im Rahmen des Projekts "Zeugen der Zeitzeugen" kommen Überlebende des Holocaust nach Hemer, um Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Hemer von ihren Erlebnissen zu berichten. Das Projekt "Zeugen der Zeitzeugen" setzt sich dafür ein, dass Holocaust-Überlebende die Möglichkeit bekommen können, ihre Geschichten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs unter Adolf Hitler an die nächsten Generationen weiterzugeben. Die Gäste in Hemer berichten über den Beginn des Nationalsozialismus, wie sie die Zeit erleben und wie sie schließlich flüchten oder gerettet werden konnten.

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DO-MU-KU-MA: Gedenken an Michael Schliesser, Zeitzeuge aus dem Durchgangslager Westerbork
Magazin
07.03.2018 - 45 Min.

DO-MU-KU-MA: Gedenken an Michael Schliesser, Zeitzeuge aus dem Durchgangslager Westerbork

Musik- und Kulturmagazin vom Allgemeinen Rundfunkverein Dortmund e.V.

Michael Schliesser, Zeitzeuge, verstarb im Februar 2018 in Amsterdam. Seine ersten fünf Lebensjahre hat er jedoch im Durchgangslager Westerbork in den Niederlanden verbracht. Seine Erinnerungen an diese Zeit hat er stets an Kinder und Jugendliche weitergegeben. Er berichtete beispielsweise davon, wie er das plötzliche Verschwinden, also die Deportationen, seiner Freunde miterleben musste. Es war ihm wichtig, seine Erfahrungen zu teilen in der Hoffnung, dass so etwas Furchtbares nie wieder passieren würde. Auch die Brücke zur aktuellen Flüchtlingslage hat er geschlagen und ergriff stets Partei für Geflüchtete. Klaus Lenser von DO-MU-KU-MA und mehrere Jugendliche lernten den Zeitzeugen, auch "Micha" genannt, bei einem Besuch in Westerbork kennen. Der Besuch fand im Zuge des Projekts "Für die Kinder von Westerbork" vom "Jugendring Dortmund" und dem "Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk" statt. In Gedenken an ihn, gibt es Gesprächsmitschnitte von dem Treffen zu hören.

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Antisemitismus in Deutschland 2012
Beitrag
28.02.2018 - 9 Min.

Antisemitismus in Deutschland 2012

Beitrag von Ulrike Franz aus Münster

Anfang 2012 veröffentlicht der Bundestag den Antisemitismusbericht mit einem überraschenden Ergebnis: 20 Prozent der Deutschen seien immer noch latent antisemitisch. Ulrike Franz spricht unter anderem mit Prof. Juliane Wetzel aus Berlin, die an dem Bericht mitgearbeitet hat, und Dr. Bernd Drücke aus Münster über das Ergebnis des Antisemitismusberichts. Diese erklären, dass es oft nicht um aktive Übergriffe gehe. Antisemitismus sei vielmehr eine Haltung, da es wenig Kontaktpunkte mit dem Judentum gebe. Daher sei es wichtig, in den direkten Austausch zu treten. Zum Abschluss gibt es noch einige Film- und Buchtipps.

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Clubzeit: Stolpersteine für Vorst
Magazin
08.02.2018 - 53 Min.

Clubzeit: Stolpersteine für Vorst

Radio-Talk von studiotv Tönisvorst

Was genau hat es eigentlich mit dem Projekt "Stolpersteine" auf sich? Mit dieser Frage beschäftigt sich die "AG Stolpersteine" vom Michael-Ende-Gymnasium (MEG) Tönisvorst im Kreis Viersen. Sie setzt sich dafür ein, dass auch in ihrer Stadt an die Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus erinnert wird. "Stolpersteine" mit den Namen der Opfer aus Vorst und eine Gedenktafel sollen dabei helfen. "Meiner Meinung nach ist es wirklich wichtig, an die jüdischen Opfer zu gedenken und denen ein Gesicht zu geben", sagt Schülerin Sina Kugel. Gerade die jüngere Generation trage die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich so etwas nie mehr wiederhole. In ihrer Themensendung fragen die Schülerinnen und Schüler auf der Straße nach, was die Bürger eigentlich über das Projekt "Stolpersteine" wissen. Außerdem sprechen sie mit einer Zeitzeugin über ihre Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus.

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Region WAF: Gedenkstelle für die ehemalige Synagoge in Beckum
Magazin
01.02.2018 - 56 Min.

Region WAF: Gedenkstelle für die ehemalige Synagoge in Beckum

Magazin vom Bürgerfunk Warendorf

Wo heute in Beckum ein Textildiscounter steht, war früher das Zentrum des jüdischen Gemeindelebens. In den Novemberpogromen von 1938 wurde die Synagoge der Gemeinde geschändet und beschädigt - 1967 kam ein Neubau an die Stelle des alten Hauses. Eine Gedenkstele soll nun an die Beckumer Juden und ihre Synagoge erinnern. Am 9. November 2017 wird die Stele in der Fußgängerzone feierlich eingeweiht. Klaus Aßhoff begleitet das Fest. Er trifft dort auf Daniela Neumann, die als Verwandte der früheren jüdischen Bürger für die Feier angereist ist. Zu Wort kommt auch der Bürgermeister von Beckum, Karl-Uwe Strothmann.

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Welle WBT: "Ghetto" - Theaterpremiere
Magazin
09.01.2018 - 25 Min.

Welle WBT: "Ghetto" - Theaterpremiere

Sendung vom Wolfgang Borchert Theater - produziert beim medienforum münster e.V.

"Ghetto" - ein Schauspiel mit Musik inszeniert von Meinhard Zanger feiert im Januar 2018 Premiere im "Wolfgang Borchert Theater" in Münster. In der Geschichte des israelischen Journalisten und Theaterautoren Joshua Sobols geht es um eine Theatertruppe im Ghetto der litauischen Stadt Wilna 1942. Die Musik sei dabei nicht Hintergrund, sondern erzähle die Geschichte mit. Schauspieler Florian Bender und Dramaturgin Silvia Drobny sprechen mit Regisseur Meinhard Zanger über seine Gründe gerade dieses Stück zu inszenieren. "Ghetto" ist für ihn Erinnerungskultur und zeige wie Menschen zu Tieren gemacht und ausgegrenzt werden. Neben Musik wie "Rebell" von "Die Ärzte" ist auch eine Gesangsprobe von Jannike Schubert zu hören, die im Stück die Sängerin Chaja spielt. Außerdem verrät Veranstaltungstechniker Max Willmes in der Sendung, wie er auf der Bühne Menschen aufhängt ohne sie dabei zu umzubringen.

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DO-MU-KU-MA: "Das Glashaus" von Erika Rosenberg
Magazin
06.12.2017 - 28 Min.

DO-MU-KU-MA: "Das Glashaus" von Erika Rosenberg

Musik- und Kulturmagazin vom Allgemeinen Rundfunkverein Dortmund e.V.

Eigentlich wollte Erika Rosenberg ein Buch über die argentinische Diplomatie in der Zeit des Holocausts schreiben. - Doch bei ihrer Recherche wurde sie von der Untätigkeit ihrer Landsleute sehr enttäuscht. Allerdings fand sie in einem Buch eine kurze Stelle über den Schweizer Carl Lutz. Bis zu diesem Zeitpunkt war er ihr noch unbekannt, doch der Diplomat sollte 63.000 ungarische Juden gerettet haben. Fortan ließ Rosenberg der Name nicht mehr los und so recherchierte sie die Geschichte des Mannes. Es entstand ihr Buch "Das Glashaus". In dem Buch wird beschrieben, wie Carl Lutz zusammen mit ungarischen Widerstandskämpfern durch ein System von Schutzbriefen und Kollektivpässen ungarische Juden vor der Deportation nach Auschwitz retten konnte.

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Warendorf Exklusiv: Stolpersteine zum Gedenken an Opfer der NS-Verfolgung
Bericht
28.11.2017 - 55 Min.

Warendorf Exklusiv: Stolpersteine zum Gedenken an Opfer der NS-Verfolgung

Lokalmagazin vom Bürgerfunk Warendorf

Auch in Warendorf wird mit Stolpersteinen an die Opfer der NS-Zeit erinnert. Die im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln sollen auf die damaligen Wohnorte der Verfolgten und Ermordeten hinweisen. Klaus Aßhoff berichtet von einer Verlegung und der anschließenden Gedenkveranstaltung im Mariengymnasium in Warendorf. Bei dieser wird an die Personen erinnert, für die vormittags ein Stolperstein verlegt worden ist. Der Historiker Matthias Ester begleitet die Veranstaltung. Paten, Schüler und Interessierte haben die Lebenswege der Opfer - unter ihnen Angehörige der Familie Spiegel - aus der Umgebung erforscht und berichten in der Veranstaltung darüber. In der Sendung gibt es außerdem eine Anekdote zur Verfolgung des Franziskanerpaters Joseph (Elpidius) Markötter zu hören. Er wurde wegen einer Predigt ins KZ Dachau verschleppt und starb später dort.

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